Während eines Zeltlagers wachte ich morgens auf und sah einen Marienkäfer vor mir auf meiner Isomatte liegen. Ich nahm ihn in meine Hand. Jedoch lag ich auf dem Bauch, war müde und wollte noch etwas schlafen. Der Käfer sollte einfach von meiner Handinnen- fläche auf meinen Handrücken krabbeln, dann würde ich ihn nicht erdrücken während ich weiterschliefe. Hätte ich versucht, ihm dies zu erklären, der kleine Marienkäfer hätte nichts verstanden. Also versuchte ich, ihn mit meinem Finger etwas zu bewegen. Der Käfer bekam Angst und zog alle seine Fühler und Beine ein. So musste ich geduldig warten und dachte mir währenddessen "nun komm schon, ich möchte weiterschlafen". Schließlich krabbelte der kleine Kerl auf meinen Handrücken, so dass ich beruhigt weiterschlafen konnte.

Manchmal sind wir wie ein Marienkäfer auf der Handinnenfläche Gottes. Wir können nicht verstehen, warum wir auf den Handrücken krabbeln sollen, warum es besser für uns ist, auf seinem Handrücken zu sein. Dann gibt uns Gott einen kleinen Schubs, was uns Angst einflößt. 

Wenn etwas Schlechtes in unserem Leben passiert - Tod, Krankheit oder wir bekommen nicht das, was wir wollen - führt uns das womöglich in Ängste, Sorgen oder Zweifel. Später erkennen wir vielleicht, dass es gut für uns gewesen ist, aber zu dem Zeitpunkt verstehen wir nicht, warum das Schlechte passieren musste.

Also vertrauen Sie Gott. Er hat einen guten Plan und er weiß, was er tut.

Wie ein Käfer in der Hand Gottes.

(K. L.)

Wie ein Käfer

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