„Hannes kommt erst nachher, er macht noch Hausaufgaben“, sagte die Nachbarin. Ja, mein Freund Hannes ging schon zur Schule, für mich war die Schule noch irgendwie geheimnisvoll. Eine halbe Tafel voller Zweien und Dreien hatte ich mal gesehen und dass das mordsmäßig viel Arbeit war, sagte Hannes jedenfalls. Als ich dann später selbst mit Ranzen und Tafel loszog, lernte ich, wie Schule aussieht: Spaß am Lernen, zusammen singen, Hausaufgaben, die manchmal weniger Spaß machten, Spannung vor den Diktaten, Fleißkärtchen ergattern und Mitschüler, um die man besser einen Bogen machte, weil sie einem Prügel angedroht hatten. Die ganze Wahrheit von Schule aus der Sicht eines
I-Männchens.

„Wie weißt du eigentlich, wann du anfangen musst zu bremsen?“ Irgendwie sah Autofahren ja leicht aus, aber für mich als Vierzehnjährigen hatte es auch seine Rätsel. Und der Motor hatte plötzlich furchtbar aufgeheult, als ich mal im Stand kurz probierte, wie sich der Gaspedal denn wohl anfühlt. Das brauchte offenbar viel Feingefühl. Später als richtiger Autofahrer tat sich mir die ganze Wahrheit des Autofahrens auf. Die Koordination der verschiedenen Vorgänge war zwar zunächst etwas mühsam zu erlernen, mit der Zeit entwickelte sich aber die Routine und es ging mehr um Dinge wie Voraussicht, deutliches Verhalten und ein Gespür, wo es noch freie Parkplätze geben könnte.

„Warum haben es Menschen so schwer, miteinander auszukommen?“ sagt der genervte Abteilungsleiter, und das hat sich schon so mancher gefragt. Warum wird gelogen, der eigene Vorteil gesucht, angegeben, was das Zeug hält? Ist so das Leben? Wer erklärt uns die Hintergründe? Was ist hier die ganze Wahrheit? „Heilige sie in der Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit“, betet Jesus. Das Leben richtig verstehen, darum geht es. Wenn Jesus „Wahrheit“ sagt, ist damit nicht nur das Gegenteil von Lüge gemeint, es geht um mehr, um die vollständige Wirklichkeit. Dafür ist er der Experte. Er klärt uns über die Hintergründe des Lebens auf.

Und worauf kommt es da an? Was ist wichtig zu verstehen? Das erste: Zwischen den Menschen und Gott gibt es eine Trennung. Die Bibel nennt das „Sünde“ und meint damit einen Zustand. Das zweite: Gott, der das Universum gemacht hat und heute noch erhält, liebt jeden Menschen. Auch wenn wir ihn nicht sehen können, er ist da. Er sehnt sich danach, dass sich jeder für ihn öffnet, damit er ihm ein liebevoller Vater sein kann. Das dritte: Es gibt auch eine andere unsichtbare Welt, die Welt von unten. Die möchte am liebsten gar nicht als solche entdeckt werden und will die Menschen von Gott fern halten. Sie hat auch den Bruch zwischen Gott und den Menschen verursacht. Das vierte: Gott hat einen Weg gefunden, dass die Trennung überwunden werden kann. Aber dieses Angebot muss jeder für sich verstehen und annehmen.

Jesus hat uns den Vorhang weggezogen, lässt uns hinter die Kulissen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt schauen, zeigt uns die vollständige Wirklichkeit des Lebens. Wer anfängt, Jesus zu fragen, kriegt echten Durchblick. Der Evangelist Johannes berichtet, wie Nikodemus, ein Theologe, nachts zu Jesus kam, weil er Durchblick haben wollte. Und Jesus erklärte ihm, was Sache ist. Nikodemus verstand zunächst nicht viel, aber das war der Anfang für ihn. Wir heute haben Gottes Wort, die Bibel, in der Gott uns alles Wesentliche mitteilt. Und wir können beten, mit Jesus sprechen, ihn um Durchblick bitten.

Wann fangen Sie an, Jesus um Durchblick zu bitten?

Die ganze Wahrheit

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