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Total genial!

Auf einem Kalenderblatt zum neuen Jahr wird von einem chinesischen Bauern erzählt, der einen kleinen Acker mit einem alten, müden Pferd bestellte und mehr schlecht als recht mit seinem einzigen Sohn davon lebte. Eines Tages lief ihm sein Pferd davon. Alle Nachbarn kamen und bedauerten ihn wegen seines Unglücks. Der Bauer blieb ruhig und sagte:„ Woher wisst ihr, dass es Unglück ist?“ In der nächsten Woche kam das Pferd zurück und brachte zehn Wildpferde mit. Die Nachbarn kamen und gratulierten ihm zu seinem großen Glück. Der Bauer antwortete bedächtig: „Woher wisst ihr, dass es Glück ist?“ Der Sohn fing die Pferde ein, nahm sich das wildeste und ritt darauf los. Aber das wilde Pferd warf ihn ab, und der Sohn brach sich ein Bein. Alle Nachbarn kamen und jammerten über das Unglück. Der Bauer blieb wieder ruhig und sagte: „Woher wisst ihr, dass es Unglück ist?“ Bald darauf brach ein Krieg aus und alle jungen Männer mussten zur Armee. Nur der Sohn mit seinem gebrochenen Bein durfte zu Hause bleiben.

Was heißt hier Glück oder Unglück? Gott führt auch im neuen Jahr! Als Christen sind wir nicht schicksalhaften Zufälligkeiten ausgesetzt. Wir sehen nicht nur das, was vor Augen ist! Wie oft haben die Dinge im Leben einen tieferen Sinn? Wie oft sind aus unseren vermeintlichen Unglückswegen Reifungs- und Segenswege geworden? Gott sieht die Ereignisse mit ganz anderen Augen als wir! Er sieht einfach alles, eben das Ganze, die Zusammenhänge, die Hintergründe und die Folgen – weil er Gott ist. „Gott ist das Größte, das Schönste und Beste…..“, singt Paul Gerhardt, dessen 400. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Darum, wenn dich „Unglück“ trifft im neuen Jahr: Wichtiger als das Verstehen ist dann das Vertrauen! „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jes. 55, 8-9) Gut, wenn wir das wissen und mit dem Apostel Paulus darauf vertrauen, „dass uns nichts scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Röm. 8, 39).

Pastor Klaus Dörrie

erschienen als “Quergedacht” im Langenhagener Echo vom 30.12.2006

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