Ich glaube, hilf meinem Unglauben!

Jedes Mal, wenn ich diesen Bibelvers (Markus 9, 24) lese, freue ich mich. So habe ich schon oft gebetet und erlebt, dass der Herr Jesus dieses Gebet erhört. Und jetzt ist dieser Vers der Monatsspruch für den August.

Das ist eine ergreifende Geschichte, die der Evangelist Markus da berichtet (Markus 9, 14-29). Man kann sich sehr gut in den Vater hinein versetzen, wie er sich mit großen Hoffnungen zu Jesus aufmacht, er mit seinem Sohn. Seine erste Enttäuschung erlebt er, weil Jesus gerade nicht da ist, als er kommt (Lukas 9,37). Und dann versuchen die Jünger dem Jungen zu helfen, aber das klappt nicht. Sie haben es bestimmt nicht nur einmal probiert und es klappt und klappt nicht. Ich stelle mir den Vater vor, wie er völlig mit den Nerven runter ist. Kein Wunder, dass er Jesus, als er dann kommt, gleich etwas schief anredet indem er sagt: Hilf uns, wenn du etwas kannst. Aber das nimmt Jesus ihm nicht übel. Er sieht das verzweifelte Herz des Vaters. Und er hilft.

Kennen Sie das auch? Eigentlich weiß ich, dass ich Jesus bitten darf und andererseits kann ich mir nicht recht vorstellen, dass er helfen wird. Ich bete und habe gleichzeitig Zweifel an der Zusage Gottes, dass er Gebet erhört. Ist es nicht etwas Herrliches, dass ich sogar diese Unsicherheit dem Herrn im Gebet hinlegen darf? Ich muss nicht erst ein Glaubensheld sein, damit er mein Gebet erhört. So, wie ich bin, kann ich mein Herz vor Jesus ausschütten. Er sieht sein Kind, hat darauf gewartet, dass ich mit meiner Not komme. Und er hilft gern.

Unser wunderbarer Herr freut sich, wenn wir vor ihm so sind, wie wir sind.

(G. E.)

Ich glaube, hilf ...

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