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Hauptsache

Zu den besonderen Schätzen des christlichen Glaubens zählt das Kirchenjahr. Mit seinen Festzeiten und Feiertagen verleiht es dem Jahr Rhythmus und Struktur. Mit seinen Höhepunkten und Besonderheiten holt es uns heraus aus Gleichförmigkeit und Oberflächlichkeit.

Bei genauerer Betrachtung hat es eine eindeutige Absicht: es will Jesus in den Blick rücken! Wer das Kirchenjahr bewusst begeht, wird Jesus immer mehr wertschätzen und lieb gewinnen für das, was er ist und was er getan hat.

Das Kirchenjahr beginnt mit dem Advent, mit der Ankündigung des Kommens Jesu. Es folgt die fröhliche Weihnachtszeit, an der wir an die Geburt des Retters denken. An Epiphanias und den Sonntagen danach lautet die Botschaft: „Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude!“ In der anschließenden Passionszeit, die Aschermittwoch beginnt, steht uns das Leiden und Sterben Jesu vor Augen. Wir erfahren in den Passionsandachten und Gottesdiensten: „Das Blut Jesu wäscht rein von aller Sünde.“ Wir sind bewegt, dass wir nun aus lauter Gnade von der Vergebung leben dürfen wie vom täglichen Brot. Ostern freuen wir uns an dem Auferstandenen, der dem Tod ein Loch in die Pauke gehauen und ihn besiegt hat. Himmelfahrt ist das Fest der Inthronisation Jesu als Herr aller Herren, als unser Fürsprecher zur Rechten Gottes. Pfingsten begehen wir als das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes, der uns beständig an Jesus erinnert und an das, was er im Neuen Testament gesagt hat. Und so schreitet das Kirchenjahr fort mit in diesem Jahr 23 Sonntagen, an denen der Heiligen Dreifaltigkeit gedacht wird, bis zum Ewigkeitssonntag, an dem wir die letzten Dinge wie Tod und Gericht bedenken und uns freuen, dass Jesus im Kommen ist. Wir sind die Gehenden, er ist der Kommende! Seine Wiederkunft in Herrlichkeit steht bevor!

Die Hauptsache des Kirchenjahres ist also, uns Jesus groß und lieb zu machen. Und „Hauptsache, dass die Hauptsache die Hauptsache bleibt!“

Klaus Dörrie, Pastor der Elia-Gemeinde Langenhagen-Mitte

Erschienen als „Quergedacht“ im Langenhagener Echo, Februar 2013

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