Das letzte Wort des Auferstandenen ist allererster Auftrag für seine Jünger: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker..." (Mt. 28, 19)

"Darum!" In diesem einen Wort liegt das Geheimnis der christlichen Gemeinde, es weist auf die Kraft hin, die sie trägt: Der Allmächtige!

Die Jünger hätten zig Fragen, zig Bedenken, zig Hemmungen, zig Gegenargumente vorbringen können. Und doch hören wir kein einziges Wort des Widerspruchs oder des Zweifels. Sie hatten keine Bedenken. Und auch Jesus hatte keine. Er zweifelte nicht daran, dass diese Fischer, Bauern, Handwerker und Zöllner seinen Auftrag ausführen würden. Es war für ihn selbstverständlich, dass sie gehen. Aber woher haben die Jünger diese Sicherheit? Und woher weiß Jesus so genau, dass sie seinen Befehl ausführen werden? War er nicht oft genug von ihnen enttäuscht worden?

Das "Darum" gibt die Antwort. Denn vorher hatte der Auferstandene gerade gesagt: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden." Und das wussten die Jünger ja: Sie hatten es am Ostermorgen erfahren. Wer über den Tod Gewalt hat, der ist einfach der Größe. Wer Gewalt über Hölle, Tod und Teufel hat, den kann niemand bezwingen. Darum! Weil der, der ihnen den Auftrag gegeben hat, Gott ist, vor dem sich einmal aller deren Knie beugen müssen, die im Himmel, auf Erden und unter der Erde sind.

Darum darf auch weder der neue Kirchenvorstand noch die Eliagemeinde verzagen! Niemand kann das Evangelium aufhalten. Es ist der Gemeinde versprochen, dass der Heilige Geist sie leiten wird und es jedem eingibt, was er in der Stunde der Bewährung zu sagen und zu tun hat. Der Weg in die Zukunft ist ein Weg des Vertrauens! Der Gemeinde ist zugesagt, dass sie leben und überleben wird bis zur Wiederkunft ihres Herrn. Auf diese Verheißung gründet sich die Zukunft der Gemeinde und nicht auf irgendwelche Strategien zur Erhaltung ihres äußeren Bestandes. Und wenn uns doch einmal die Sorgen überwältigen wollen: "Werden unsere Kräfte, wird das Geld reichen?", dann sollen wir uns schämen! Vor dem, der alle Gewalt hat im Himmel und auf Erden, gilt doch kein ängstliches Rechnen und kleinkariertes Messen der Kräfte und Möglichkeiten.

"Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden!" Darum!! Darum näher, mein Gott, zu dir! Darum besteht kein Anlass, sich ängstlich ins Mauseloch zurückzuziehen! Darum! Dies Wörtlein muss in uns immer mehr Raum gewinnen. Der Ruf des Auferstandenen, des Allmächtigen, ruft uns vorwärts, trotz allem, auch heute!

Ich wünsche dem Kirchenvorstand und der Eliagemeinde viel Mut, die Zeit ist kurz und noch soviel muss getan werden!

Ihr Pastor Klaus Dörrie

Das letzte Wort des Auferstandenen

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